Jürgen Jakob

Darf man um jemanden Trauern, der noch da ist? - Let´s talk about death

Vortrag am 9.11.2019
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Jürgen Jakob – 55 Jahre alt, wohnhaft in Pohlheim, betreibt seit rund 10 Jahren eine Anlaufstelle für trauernde Menschen. Er ist Mitglied im Bundesverband der Trauerbegleiter e.V., Seelsorger und Notfallseelsorger (EKHN), Supervisor und Coach (DGSv).
 
Er bietet Fortbildungskurse deutschlandweit zur Trauerbegleiterin / zum Trauerbegleiter an, ist Dozent in der Erwachsenenbildung.

Einblick in seine Projekte: Aufbau und Etablierung von dem Projekt Charly & Lotte – Trauerbegleitung für Kinder und Jugendliche-, Einsatz als Trauerbegleiter bei German Wings, erster Vorsitzender bei dem ehrenamtlichen Projekt Gedankenschiff e.V. – Hilfe für Menschen in seelischer Not, Dozent bei Kirchentagen, Fortbildungsangebot für Seelsorger und freie Trauerredner.

Jürgen Jakob
Trauerbegleiter (BVT)
Professioneller Coach & Supervisor (DGSv)
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Gedankenschiff.de
Psychosoziale Notfallversorgung und Trauerbegleitung 
Ohlengasse 19
35423 Lich


Tel.: +49 6404 6681781
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Vorschau zum Vortrag

„Vorweggenommene Trauer – darf man um jemanden trauern, der noch da ist?“
 
Das besondere Thema des Workshops hört sich zunächst etwas unverständlich an. Trauern um etwas, was noch da ist ?
Schaut man in manche Familien, so finden sich hier und da schon Senioren, welche stark an einer Demenz erkrankt sind – und es sich abzeichnet dass die letzten Wochen gekommen sind. Oder eine Mutter schwerst erkrankt ist und die Ärzte keine Hoffnung mehr auf Genesung haben.
Leider trifft es auch Kinder und Jugendliche – das ist eine besondere Härte, dieses Schicksaal anzunehmen.
 
In diesen genannten Fällen gibt es zwei Seiten, die versorgt werden müssen:
A) die / der Betroffene selbst
B) die Angehörigen
 
Diese beiden Seiten müssen individuell betreut werden, die Bedürfnisse sind stark unterschiedlich.
Im Idealfall bringen sich Alltagsbegleiter, Sterbebegleiter und Trauerbegleiter in solch einem Haushalt als Unterstützer ein.
Allerdings kennt diese Möglichkeiten kaum ein Betroffener – zu groß ist der Schock der Diagnose.
Ab diesem Zeitpunkt ist nichts mehr so wie es einmal war.
 
Der Sterbende wird zum Verstorbenen,
die Angehörigen werden zu Hinterbliebenen.

Diese Zeit ist für die beide Seiten (Betroffener und Angehörige) psychisch eine harte Zeit. Zwischen dem Spannungsfeld tagsüber „Arbeiten zu gehen“  und Zuhause die Dramen um den Patienten auszuhalten, ist groß. Hier benötigt es gute geschulte Zuhörer und Begleiter – auf beiden Seiten.

Wir möchten mit Ihnen ins Gespräch kommen, ob Sie vielleicht am Rand selbst betroffen sind – oder Fragen hierzu haben.
„Darf man um jemanden Trauern, der noch da ist ?“

 

8. November 2019 | 17:30 Uhr bis 20:00 Uhr
Ort: Technische Hochschule Mittelhessen, Wiesenstraße 11, Gebäude A 21, Hörsaal 0.01