Die Masken der Ohnmacht - Allmacht, Intellektualisierung und Täteridentifikation als Traumafolgen im Film (Fearless, Good Will Hunting, Whiplash)
Traumatisierte Menschen erstarren keineswegs immer in sichtbarer Angst oder Hilflosigkeit. Oft reagiert die Psyche mit hochentwickelten, scheinbar souveränen Abwehrmechanismen, um das unerträgliche Gefühl des Kontrollverlusts zu bändigen. Anhand dreier meisterhafter Spielfiguren beleuchtet dieser Vortrag das breite Spektrum posttraumatischer Abwehr: Max Klein (Jeff Bridges in Fearless) flieht nach einer Katastrophe in manische Todesverachtung; Will Hunting (Matt Damon in Good Will Hunting) nutzt seinen überlegenen Intellekt als emotionalen Schutzwall gegen frühe Bindungswunden; und Andrew Neiman (Miles Teller in Whiplash) bekämpft systematische Demütigung durch die Identifikation mit dem Peiniger.
Der Vortrag analysiert die psychodynamischen Funktionen dieser Strategien und zeigt auf, warum echte therapeutische Heilung oft erst dort beginnen kann, wo die Schutzfassade kollabiert.
Kostenfrei und ohne Anmeldung
Datum und Zeit: Freitag, 4. Dez. 2026 / 17.30 – 18.30 Uhr
Zoom-Link:https://thm-de.zoom-x.de/j/94101325918?pwd=MjN5VmJ3MDlmWVY4NllaWWxQZXFKQT09
Meeting-ID: 691 3419 0466 – Kenncode: 490609
Referent: Björn Rech
Unsere ehrenamtliche Veranstaltungsreihe unterstützt das Hospiz Haus Emmaus und die Telefonseelsorge – weil menschliche Nähe unersetzlich bleibt, auch wenn wir professionell begleiten.
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